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Sylt im Nationalsozialismus

Wie der Nationalsozialismus die Insel eroberte und den Alltag ihrer Bewohner in nahezu allen Belangen prägte, dokumentiert diese Publikation in eindringlicher Weise. Dafür sichtete der Autor Hunderte von Ausgaben der "Sylter Zeitung" der Jahre 1933 bis 1939, filterte Vielschichtiges aus Tausenden von Berichten, Kurzmeldungen und Anzeigen.
Ob große Aufmärsche, die Diffamierung von Sylter Kommunisten und Sozialdemokraten oder aber der Erlass eines Aufenthaltsverbots für jüdische Gäste – all dies schildert dieses Buch ebenso authentisch wie andere Auswüchse des nationalsozialistischen Regimes, das sich unter anderem des Sylter Brauchtums wie etwa dem Biikebrennen und dem Ringreiten bemächtigte.

Auch die unspektakulären Niederungen des totalitären Alltags fanden in der "Sylter Zeitung" ihren Platz: Etwa der Wunsch eines Lesers, eine sandige Erhebung als "Hitler-Düne" zu benennen, oder aber die Preisübergabe eines von Generalfeldmarschall Hermann Göring gestifteten Teddybären bei einem Strandburgen-Bauwettbewerb.
"Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart", befand einst Bundespräsident Richard von Weizsäcker. In diesem Sinne arbeitet dieses Buch in Wort und Bild anschaulich eine folgenschwere Sylter Zeit auf und verdeutlicht damit zugleich das hohe Gut der Demokratie.