DESIGNED BY MIXWEBTEMPLATES

Von Walfängern und Strandräubern

 

       

 

Seit jeher leben die Menschen dieser Insel nicht nur am, sondern auch vom Meer. Es schenkte ihnen einträgliche Fischzüge, spülte mannigfaltiges Strandgut an die Ufer und lockt heute Scharen von Urlaubern an die Strände. Doch das Meer gab nicht nur – es nahm auch: Etliche Sylter ließen fern der Heimat im Eismeer oder andernorts ihr Leben. Um diese spannende Thematik dreht sich alles in dem Büchlein "Von Walfängern und Strandräubern – Sylter auf Beutezug", das im Rahmen der Reihe "Die kleine Insel-Edition" erschienen ist.

Die kurzweilige Publikation führt den Leser zurück in die Vergangenheit. Sie erzählt in elf Kapiteln vom Heringsfang, der für ein wichtiges Zubrot sorgte, von der großen Ära des Walfangs, die den Wohlstand auf die Insel brachte, von der Handelsschifffahrt, die aus den Syltern Weltenbummler machte – aber auch von dreisten Strandräubern, dramatischen Schiffsstrandungen und namenlosen Leichen am Flutsaum.

Die mit historischen Zeichnungen und Fotografien reich garnierten Texte vermitteln dabei nicht nur einen aufschlussreichen Gesamteindruck, sondern schildern in anschaulicher Weise auch packende Einzelschicksale: Von Schiffbrüchigen, die glücklich errettet oder aber von Strandräubern gemeuchelt wurden. Von Kapitänen, die Gewaltmärsche durchs ewige Eis überlebten oder in der sturmgepeitschten See ihr elendig ersoffen. Von Seeleuten, die unzählige Wale erlegten oder von kriegerischen Eingeborenen gejagt wurden, Sklaven verschifften oder selbst in die Sklaverei gerieten, in der Fremde ein Vermögen machten oder aber in der Ferne am gefürchteten Gelbfieber verstarben.